Rabeneltern
Ein Beitrag zum Schmunzeln und Nachdenken

Oftmals werden berufstätige Eltern auch heute noch als Rabeneltern bezeichnet.
Das ist wenig schmeichelhaft gemeint, gelten doch Raben landläufig als vermeintlich „schlechte Eltern“.

Da dies in der Realität ganz anders ist, hier eine kleine Korrektur des immer noch verbreiteten Vorurteils:

Eigentlich ist der sprichwörtliche Ausdruck "Rabeneltern" ein Kompliment, denn Rabeneltern kümmern sich geradezu rührend um ihren Nachwuchs.
Die 20-21 Tage währende Brutzeit bis zum Schlüpfen übernimmt das Weibchen, während das Männchen für die Verpflegung der werdenden Mutter sorgt.
Sind die Jungen geschlüpft, kümmern sich beide Elternteile abwechselnd um den Schutz und die Beschaffung von Nahrung für ihre Jungen.
Der schlechte Ruf, den Rabeneltern haben, ist wohl auf ihr scheinbar ruppiges Verhalten zurückzuführen, wenn die Jungen nach ca. 40 Tagen flügge und von ihren Eltern "rausgeworfen" werden - ob sie wollen oder nicht. Dies geschieht allerdings einzig und allein zu dem Zweck, sie zum Fliegen zu bringen. Dabei werden die Jungraben aber nicht etwa sich selbst überlassen, sondern von beiden Eltern erst einmal "unterrichtet", d.h. mit ihrer Umwelt vertraut gemacht.

Sobald sie dann in der Lage sind sich selbst zu versorgen, trennen sich die Wege von Jungraben und Eltern. Die Verbindung zwischen beiden ist jedoch so stark, dass sie sich auch später noch wieder erkennen und ein ausgeprägtes familiäres Verhalten zeigen.